Projekt
Schlagden – Hann Münden
2025
Projekt
Schlagden – Hann Münden
2025
Ort
Hann. Münden
Leistungsphasen
Freianlagen und Verkehrsanlagen 1 bis 9
Baukosten
ca. 3,2 Mio. €
Fertigstellung
2025 (letzter BA)
Auftraggeberin
Stadt Hann. Münden
In Zusammenarbeit mit
HAZ Beratende Ingenieure
für das Bauwesen GmbH
Aufbauend auf dem 2007 bis 2009 entwickelten Rahmenkonzept für die Umgestaltung der Schlagden in Hann. Münden wurden in den Jahren 2012 bis 2025 die Freianlagen entlang der Ufer der beiden Flüsse Werra und Fulda bis zur Schlagdspitze realisiert, an der die beiden Flüsse ineinander münden und am vorgelagerten Weserstein den Ursprung der Weser bilden.
Im Jahr 2012 wurde der unterhalb des Welfenschlosses gelegene Dielengraben als Uferpromenade im Grünen gestaltet. Drei Aussichtsplattformen ermöglichen den Blick auf das Werraufer. Für die Anlieger und des für öffentliche Einrichtungen genutzten Welfenschloss wurden drei eingegrünte Parktaschen umgesetzt, die sich gestalterisch unaufdringlich in das Konzept einfügen. Auf den Grundmauern einer früheren Zimmerei entstand unter dem Arbeitstitel“Mühlsteinmuseum“ ein Rastplatz und Aufenthaltsort in dem historische Mühlsteinfragmente als Sitz- und Spielelemente eingebaut wurden. Eine Pergolakonstruktion zeichnet das historische Gebäude nach.
Die Gestaltung der Wanfrieder Schlagd schließt unmittelbar an die des benachbarten Dielengrabens an und führt diesen konsequent weiter. Eine grundlegende Neuordnung der Verkehrsführung entlang der Schlagden und in Teilen der Innenstadt ermöglicht eine verkehrsberuhigte Promenade am Flussufer. Die zuvor asphaltierte und überwiegend als Stellplatz genutzte Zone weicht somit einer Gestaltung, die dem besonderen Ort an der Schnittstelle zwischen Stadt und Fluss gerecht wird.
An der Schlagdspitze entstand ein großzügiger Platz mit Sitzmöglichkeiten, die – durch Ketten gesichert – frei bewegt und ausgerichtet werden können. Ein bestehendes Regenwasserschachtbauwerk wurde als Empore ausgestaltet und kann somit auch als Aussichtspunkt und Bühne für Veranstaltungen genutzt werden. An der Schlagdspitze und in der Promenade wurden zudem hochwassersichere Festplatz-Stromverteiler eingebaut.
Im jahr 2025 wurde mit der Umgestaltung der Bremer Schlagd der letzte Bauabschnitt im Rahmen des Gesamtkonzepts fertiggestellt. Im selben Materialkanon wurde die Uferomenade aus Natursteinpflaster mit Sitzbänken, Fahrradbügeln, Beleuchtung und Baumpflanzungen entlang der Fluda zwischen Schlagdspitze und Mühlenbrücke vollendet. Das Hotel „Alter Packhof“ erhielt einen mit Sandsteinplatten ausgestalteten Raum für Außengastronomie. Bis zur Schlagdspitze wird der mobilisierte Verkehr durch die Ausweisung eines verkehrsberuhigten Bereichs sowie einer Einbahnstraße auf ein geringes Maß beschränkt. Das Parken ist nur in den gekennzeichneten Flächen zwischen dem Hotel und der Mühlenstraße zulässig.
Fotografie & Video
Jan Piecha, Kassel
Videoschnitt
Eduard Babenkov, PLF





